Noch einmal Schneewittchen

Veröffentlicht auf von Sherlock

Spieglein Spieglein ....

 

an der Wand, wer ist die schönste im ganzen Land? 

 

Ich glaube, jeder kennt diesen Satz. Es scheint, Hollywood wäre im Märchenfieber. Gleich zwei Verfilmungen von Schneewittchen haben dieses Jahr vor, die Kinos zu stürmen. "Snowwhite and the huntsman" ist da eher dunkel, düster und gruselig, "Spieglein Spieglein" dafür kunterbunt und fantasievoll. 

Dreimal darf man raten, ich war heute im Kino. 

 

 

http://www.klatsch-tratsch.de/wp-content/uploads/2012/03/SpiegleinSpieglein_Teaserplakat_LilyCollins_A4-D-1.jpg"Spieglein Spieglein" ist wie man schon weiß von den Produzenten von Alice im Wunderland. Man sieht es den Bildern an: Wirklich beeindruckend. Wirklich. Wer sich diesen Film in nächster Zeit kaufen will, kauft ihn auf Blu Ray. Denn die Bilder haben die beste Qualität verdient. 

 

Aber wichtiger, die Geschichte: Wer kennt sie nicht? Allerdings ist sie natürlich ein wenig abgewandelt worden:

Die böse Königin (Julia Roberts) ist ein wenig ungeduldig, hat schon mehrere Hochzeiten hinter sich und will ums verrecken nicht alt werden. Sie besteht darauf, die schönste im ganzen Land zu sein. Deshalb behält sie auch Schneewittchen (Lily Collins) wenn möglich auf ihrem Zimmer oder zumindest im Palast.

An ihrem achtzehnten Geburtstag beschließt Schneewittchen, von ihren Freunden Schneechen genannt, aber, dass sie zumindest etwas von ihrem Land kennen lernen sollte: Sie geht in die Stadt.

Auf dem Weg dorthin trifft sie den Prinzen (Armie Hammer) und befreit ihn aus einer http://www.inside-movies.de/wp-content/uploads/2012/02/Spieglein-Spieglein-2012.jpgmisslichen (kopfüber hängenden) Lage, in den ihn sieben räubernde Zwerge gebracht haben (ihr erratet's, die sieben werden später wieder auftauchen). Dann kommt sie in die Stadt und muss feststellen, dass die Königin, ihre Stiefmutter, die Bürger als unerschöpfliche Steuerquelle zu benutzen versucht, obwohl alle ausnahmslos pleite sind.

Jetzt beschließt Schneewittchen, dass sich etwas ändern muss: Auf dem Ball am selben Abend trifft sie nicht nur ihren Prinzen wieder (sie als Schwan und er als Hase verkleidet), sie erklärt der Königin auch offen dass der Thron eigentlich Schneewittchen gehört. Das gefällt der Königin gar nicht, also holt sie ihren Bediensteten und beschließt: "Schneewittchen muss es machen wie der Schnee. Sie muss fallen".

Der Bedienstete hat allerdings Mitleid mit Schneewittchen und lässt sie laufen. Das verweifelte Mädchen wird von den sieben Zwergen aufgegabelt, von denen sich prompt einer in sie verliebt. Aber nicht nur das: Die sieben Kerle trainieren sie, ihrer Räuberbande beizutreten, auch wenn sie ein zu gutes Herz hat und verlangt, dass alle Beute an die Dorfbewohner zurückgegeben wird.

Währenddessen zieht der Prinz in den Kampf um die bösen bösen Räuber in ihre Schranken zu weisen und die Königin beginnt zu ahnen, dass ihre verhasste Stieftochter gar nicht tot ist...

 


 

 

Meine Meinung?

Die Story ist vorhersehbar, nicht besonders spannend (ich war eine der ältesten im

Kino). Man könnte den Film alshttp://www.koeln.de/files/images/spieglein_spieglein_02.zoom.jpg langweilig abstempeln. Ich sage KÖNNTE. Sollte man aber nicht. Denn, wie gesagt, die Bilder sind beeindruckend und wunderschön (vor allem die Farben und die Kleider).

Die Schauspieler enttäuschen nicht: Armie Hammers Prinz ist zu niedlich und doch ziemlich cool, Lily Collins gibt ein herzallerliebstes Schneewittchen ab, das mehr Charakter hat als die üblichen Disney Prinzessinnen und zu Julia Roberts böser Königin lässt sich nichts sagen, was kein Lob wäre. Ich bin ohnehin ein Fan von Julia Roberts, also belassen wir es dabei. 

 

Zusätzlich dazu sind die Dialoge urkomisch. Ein Beispiel:

"Schneewittchen... mir fehlen die Worte." 

"Wenigstens fehlt Euch diesmal nicht die Hose." 

 

Kommt natürlich besser im Film. Und deshalb: Alle die gerne ein bisschen Träumen, die sich nicht an unrealistischen Details oder eine bekannten Handlung stören, schaut euch den Film an. Genießt die Bilder, die Romantik und die Tatsache, dass man sich bei diesem Film schief lachen kann. Es gibt noch mehr als einen guten Gag, den ich gezielt nicht erwähnt habe. Tipp: Es hat was mit dem obigen Filmzitat zu tun. 

 

Dann noch viel Spaß allerseits. Ich hoffe ihr genießt den Film genau so wie ich es getan habe. 

 

Sherlock

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